Haben Sie sich eine dieser Fragen schon mal gestellt? Dann lesen Sie weiter - vielleicht finden Sie die eine oder andere Antwort: Der Papagei im Teppichladen ... in der Hotelhalle,
beim Juwelier, im Restaurant, an der Tankstelle. Es gibt praktisch keinen
Ort, wo man gekäfigte Papageien und Sittiche nicht finden könnte. Meist
sind allein, in zu kleinen Käfigen und ohne Beschäftigung. In ihren Futterschüsseln
befinden sich Sonnenblumenkerne - und sonst nichts. Zu wenig, um von einer
tierwürdigen Haltung sprechen zu können. Aber was kann man tun? Schließlich
ist man ja auf Urlaub gefahren, um sich zu erholen und nicht, um sich
"Probleme zu machen", oder? Hier ein paar Tipps zur Vorgangsweise:
Freikaufen
und Mitnehmen? Bitte nur in Notfällen und keinesfalls von Märkten oder Tierhandlungen. Ihr (gerechtfertigtes) Mitleid wird zum Bumerang, denn der gekaufte Vogel macht Platz für den nächsten. Nur wenn Sie bei einer Privathaltung keine andere Möglichkeit sehen und Sie sicher sein können, daß kein Vogel mehr nachgekauft wird (und vielleicht im gleichen Käfig landet!), kann ein Freikauf in Betracht gezogen werden. Allerdings müssen Sie in diesem Fall die im Urlaubsland und in Österreich geltenden gesetzlichen Bestimmungen beachten. Je nach der Art des Vogels benötigen Sie vielleicht Ein- und Ausfuhrgenehmigungen, die meist nicht innerhalb weniger Tage besorgt werden können. Jedenfalls brauchen Sie ein Gesundheitszeugnis - der Weg zu einem ortsansässigen Tierarzt wird also nicht erspart bleiben. Da Papageien
beliebte Tiere sind, werden sie oft als Motiv für Kunst und Kitsch herangezogen.
Papageienfiguren, Papageien auf T-Shirts und Taschen, als Mobile, Magnetsticker,
auf Karten. Was dem einen gefällt, ist für den anderen kitschig, Geschmäcker
sind eben verschieden. Dennoch sollte jeder Urlauber ein kritisches Auge
auf das Material der feilgebotenen Gegenstände werfen. Ein auf den zweiten
Blick schockierendes Bild entdeckte ich in einem Souvenirladen auf der
kanarischen Insel Lanzarote. Es zeigte Aras, die zur Gänze aus Schmetterlingsflügeln
zusammengesetzt waren. Wohl mehrere Hundert Schmetterlinge mußten für
dieses Bild ihr Leben lassen. Die Produkte stammten aus Afrika. Coco sitzt im Liegestuhl. "Wirklich niedlich und lustig", wird so mancher Besucher einer Papageienshow denken. Doch was vermitteln die vermenschlichten Kunststücke der eigentlichen Tropenvögel? Was ist die Botschaft eines Kakadus im Liegestuhl? Intelligent, lernfähig, zahm und unterhaltsam werden uns Papageien vorgestellt. Ein Haustier, das man sich nur wünschen kann. Niemand sagt dazu, daß dies nur mit wenigen Papageien möglich ist und daß manche nur widerwillig das täglich gleiche Programm abspielen. Keine Rede von sinnvoller Beschäftigung für die gekäfigten Vögel. Jeder, der Papageien kennt, weiß, daß sie eine starke Persönlichkeit haben und nicht gerne "herumkommandiert" werden. Da muß schon manchmal das Futter rationiert werden, damit die Show läuft. Doch der Besucher sieht nur die tollen Kunststücke; vor allem Kinder äußern bereits nach der Show den Wunsch, auch so einen "Spaßvogel" zu besitzen. Indirekt wird mit Papageienshows also auch der Handel angekurbelt. Da bleibt für den kritischen Urlauber nur eines, wenn's um Papageienshows geht: nicht hingehen! Seit mehreren Jahren bewährt sich das von der Arge Papageienschutz angebotene Urlaubsservice. Bei aktiven Mitgliedern unseres Vereins sowie im Papageienheim wird den Krummschnäbeln alles geboten, sie sonst Zuhause genießen - abwechslungsreiche Ernährung und Leckerbissen, persönliche Betreuung, die über Putzen und Füttern hinausgeht, Freiflug und Beschäftigung. Tiere, die in Tierhandlungen "abgestellt" werden oder gar mit Minimalbetreuung Zuhause bleiben, beginnen oft, sich die Federn zu rupfen, da sie massiv unter der Vernachlässigung leiden. Frisches Wasser und Futter sind für die anspruchsvollen Vögel nicht genug. Die Vermittlung einer tiergerechten Urlaubsunterbringung ist für unsere Mitglieder gratis. Wenn Sie dieses Service in Anspruch nehmen möchten, teilen Sie uns dies bitte mindestens zwei Wochen vor Urlaubsantritt mit.
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