Papagei aktiv

In den letzten Papageien-News haben wir unsere Leser aufgerufen, uns ihre Ideen zur sinnvollen Beschäftigung für Papageien mitzuteilen. Da bis jetzt nur wenige Beiträge eingegangen sind, haben wir die Einsendefrist noch bis Ende des Jahres 2001 verlängert.

Mit drei humorvollen und durchaus nachahmenswerten Vorschlägen von unserem Mitglied Frau Renate Schweiger möchten wir Sie diesmal bekanntmachen und auch motivieren, Ihre eigenen Vorschläge einzusenden.

Der Papagei im Backrohr?
Werden Sie Vegetarier, denn Schweinebraten und Brathendl haben ab sofort nichts mehr in Ihrem Backrohr verloren. In diesem wird sich in Zukunft Ihr(e) Papa- bzw. Mamagei mit Nestbau die Zeit vertreiben. Bestücken Sie das Rohr mit Zweigen, Hölzern, alten Schlapfen, Kleidungsstücken, die ohnedies schon in früheren Zeiten von Ihrem Liebling durchlöchert wurden, sowie - sehr beliebt - Korkstoppeln. Geben Sie sich dem ausgiebigen Weingenuss hin - jeden Tag zwei Flaschen Wein - ergibt zwei Korkstoppeln für Ihren Vogel! Ein solchermaßen eingerichtetes Backrohr wird mit Sicherheit zum stundenlangen Verweilen Ihres Papageis einladen.

Das verbotene Telefonbuch
Lassen Sie wie zufällig ein altes Telefonbuch liegen. So Ihr Papagei nicht völlig "abnormal" brav ist, wird er sich sehr bald darüber hermachen. Vorausgesetzt Sie schimpfen zwischendurch immer wieder mit ihm, während er es in 1000 Stücke zerreißt, damit es den Reiz des Verbotenen nicht verliert. Erlaubtes ist nur halb so lustig. Achtung, wenn er abhebt und die 1000 Papierfutzerl in der Wohnung umherfliegen.

Der Meerschweinchen-Trick
Sollte auch Ihr Papagei am liebsten ausschließlich Sonnenblumenkerne fressen wollen, schaffen Sie sich ein Meerschweinchen an, in dessen Futternapf Sie all das gesunde Zeug füllen, das sowohl für Meerschweinchen als auch für Papageien bekömmlich ist. Der Futterneid wird siegen, folglich wird der Krummschnabel bestrebt sein, der Meersau alles wegzufressen. Mein Rat: Probieren Sie es doch einfach aus!

Ihre Renate Schweiger

Mohrenkopfpapagei Roger hat zwar einen lebenden Artgenossen als Partner, stattet aber auch seinem hölzernen "Freund" gelegentlich einen Besuch ab.

(Foto eingesendet von Frau Dr. Renate Tröstl)

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