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Auch diesmal
halten Sie eine Sondernummer der Papageien-News
in Händen. Aus Zeit- und Geldgründen haben wir beschlossen,
die Nummern eins und zwei dieses Jahres zusammenzuziehen ich hoffe,
Sie haben trotzdem Freude daran und können wieder einige nützliche
Tipps für Ihre Papageien und Sittiche darin finden. Handel
mit exotischen Tieren Meine Aufgabe
war es, die dargebotenen Arten zu bestimmen und sie nach ihrem Schutzstatus
einzuteilen. Das Ergebnis war in zweierlei Hinsicht erschreckend. Erstens
konnte ich über 100 Papageienarten identifizieren, zweitens waren
einige darunter, wie z. B. Molukkenkakadus, Kubaamazonen und Soldatenaras,
die in Anhang I des Abkommens gelistet sind und deren Handel daher verboten
ist. Noch schlimmer: Amtsveterinäre und auch Zollbeamte sind kaum
in der Lage, hier einzuschreiten, die genaue Bestimmung der Tiere erfordert
Arten- und Tierschutzproblem So trägt auch das kleine Land Österreich mit Schuld an der Ausrottung gefährdeter Arten und wie sieht es mit dem Tierschutz aus? Hier muss man verschiedene Aspekte beleuchten. Die eigens für Vogelschauen aufgestellten und mit frischen Ästen ausgestattenen Volieren sind nach meinen Erfahrungen meist schöner, als die Behausungen, in denen die Vögel sonst untergebracht sind. Dies gilt, wohlgemerkt, für den Bereich der Schau, nicht für den Verkaufsbereich. Hier ist es meist umgekehrt: Die Vögel sitzen in kleinen Käfigen, sind verschreckt und machen oft einen erbärmlichen (und nicht selten kranken) Eindruck. Genau diese Situation fanden wir zum Beispiel bei einem regelmäßig stattfindenden Vogelmarkt im niederösterreichischen Theresienfeld. Aufgrund mehrerer Beschwerden über die dortigen Zustände besuchten wir den Vogeltreff Krachbüchler am 1. März dieses Jahres. Ein Tiermarkt, der einen großen Bekanntheitsgrad erreicht hat und Vogelzüchter sowie Käufer aus ganz Österreich anlockt. Schon im Freien werden Hühner, Tauben, Enten, Truthähne und Kaninchen angepriesen. Der Umgang mit den Tieren ist meist unsanft, Kaninchen werden vorgeführt, als wären es Stofftiere. Auch der Begleittext ist nichts für schwache Gemüter, z. B. Waun is heit net verkauf, stich is o (es handelte sich um Hühner, die da abgestochen werden sollten). Die Verkaufshalle ist schon um 8:30h übervoll mit Mensch und Tier. Es ist entsprechend laut und bald sehr verraucht. Die Vögel von einheimischen Singvögeln über Prachtfinken, Agaporniden und Sittichen bis hin zu Graupapageien und Amazonen ist hier alles zu finden sind sichtlich gestresst. An der Wand hängt ein Schild, das darauf hinweist, dass hier nur mit legalen Tieren gehandelt werden darf. Aber wo kein Kläger, da bekanntlich kein Richter. Den uns beschriebenen illegalen Handel aus dem Kofferraum am Parkplatz können wir an diesem Sonntag nicht beobachten, dennoch stellt sich für uns wieder einmal die Frage, mit welcher Berechtigung die Vogelzucht als Liebhaberei bezeichnet wird. Einen Tierfreund konnten wir unter all den Züchtern und Händlern nicht entdecken. Ihre |