| Papageienheim
in Gefahr – wir kämpfen weiter!
Kurzer
Rückblick: Schon bald vier Jahre ist es her, seit ein Nachbar unseres
Papageienheims seine
Bedürfnisse angemeldet hat – und zwar via Rechtsanwalt –
von einem vernünftigen Gespräch zwischen Wohnnachbarn schien
er nichts zu halten.
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Die massive gedämmte Lärmschutzwand
ist fertig. |
Es
waren die Enten und die Hühner, die Papageien und die Frösche,
die seine Ruhe störten, und deren Lautäußerungen er bis
zum heutigen Tag auf NULL reduzieren möchte. Am Land, wo sich andere
Menschen an der noch teilweise intakten Natur erfreuen, wo kein Autolärm
die Idylle stört, dort stören heimische Wildtiere – und
die Exoten sowieso.
Bau
der 1. Lärmschutzwand
Unsere Rechtsschutzversicherung ließ uns im Stich – Grundstückseigentum
bzw. Miete wäre nicht versichert. Erwin Mentl, der Mann von Heimleiterin
Gerlinde Mentl, zeigte
guten Willen und baute eine Holzwand entlang der Freivolieren, die er
mit Pflanzen überwachsen ließ. Wenige Monate später fiel
Erwin einem Motorradunfall zum Opfer. Kaum war das Trauerjahr abgelaufen,
kam wieder Post vom Anwalt. Die Lärmschutzwand sei ungenügend
und außerdem wäre das Frosch- und Hühnerproblem nicht
gelöst. Kurz darauf kam die Unterlassungsklage.
Rechtsschutzversicherung lässt uns
zum 2. Mal im Stich!
Frau Mentl hatte in der Zwischenzeit eine eigene Rechtsschutzversicherung
abgeschlossen, doch diese winkte zum 2. Mal ab: „Gegen Emissionen
(also z. B.
Lärm, der vom eigenen Grundstück ausgeht), kann man sich nicht
versichern“. Wieder einmal Pech gehabt!
Viermaliger Richterwechsel!
Es folgte die erste Verhandlung, dann ging die Richterin in Karenz. Die
zweite Richterin kam. Verhandlung. Lokalaugenschein. Und wieder Karenz.
Die dritte
Richterin. Beginn (fast) bei Null. Der kleine Hühnerstall war inzwischen
vom Nachbarn von einer Seite des Grundstücks von Frau Mentl auf die
andere verlegt worden. Dies geschah freiwillig. Frau Mentl wollte ihren
guten Willen zeigen.
Teures
Lärmgutachten soll Klarheit bringen
Im Herbst 2003 kam dann der nächste Schock für uns: Das Gericht
kündigte die Erstellung eines Lärmgutachtens an. Bezahlt wird
die kostspielige Angelegenheit vom Verlierer. Unser Anwalt riet zu einer
so genannten Teil-Anerkenntnis des über die Ortsüblichkeit hinausgehenden
Lärms der Papageien. Gleichzeitig erklärten wir uns bereit,
eine neue Lärmschutzwand mit einer Dämmung,
wie vom Gutachter empfohlen, zu errichten.
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Dank
an Maggie Entenfellner (mit G.
Mentl) von der Krone-Tierecke für die finanzielle Unterstützung. |
Bau
der 2. Lärmschutzwand
Die Tierecke der Kronen
Zeitung half uns in dieser finanziellen Notlage und wir möchten
Frau Maggie Entenfellner an dieser Stelle ganz herzlich dafür danken!
Aufgrund des schlechten Wetters in diesem Jahr zogen sich die Bautätigkeiten
über den ganzen Sommer. Dennoch fand im Mai die angekündigte
Lärmmessung statt. Das Gutachten kam jedoch erst im November. Grund:
Es fanden noch zwei zusätzliche – geheime –
Messungen im Juli und August statt! Bei diesen wurden geringfügige
(zwischen 1dB und 8dB) Überschreitungen der Grenzwerte gemessen,
worauf der Kläger nun seine Forderungen auf Stattgabe seiner Klage
begründet! Eine Vorgangsweise, die wir nicht akzeptieren können!
Hier wird an der falschen Stelle angesetzt. Man sollte lieber endlich
den Handel mit (lauten) Papageien verbieten, dann können sie auch
nicht in Heimen
landen! Wir müssen verhindern, dass uns die Haltung der Vögel
in den Außenvolieren verboten wird! Hunderten Papageien und Sittichen
haben wir seit 1996 vorübergehend oder dauerhaft ein Zuhause gegeben.
Sie alle waren ungewollt, organisch oder psychisch krank
oder beschlagnahmt. Gerichtsprozesse kosten viel
Geld, aber wir haben keine andere Wahl, wenn wir das Heim mit Freivolieren
erhalten wollen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, dass diese armen,
von der Gesellschaft
verstoßenen Geschöpfe bei uns bleiben dürfen. DANKE!
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