Editorial

Diese Ausgabe der Papageiennews haben wir fast zur
Gänze dem neuen, bundeseinheitlichen Tierschutzgesetz gewidmet, das umfangreiche Änderungen für den Bereich der Papageienhaltung bringt. Vor allem die Mindestgrößen für die Unterbringung der exotischen Krummschnäbel haben sich seit 1. Jänner 2005 vervielfacht. Ein Umstand, den man aus der Sicht des Tierschutzes nur
begrüßen kann.
Für viele Papageienbesitzer stellen diese Mindestgrößen
jedoch ein Problem dar, da sie selbst in nicht allzu großen Wohnungen leben. Dies ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür, dass wir von der Arge heuer schon über zwanzig Großpapageien in unsere Obhut übernehmen mussten. Es ist zu befürchten, dass dieser
Trend der vermehrten Abgabe von Papageien anhält, deshalb möchte ich hier an alle appellieren, doch nach Lösungen zu suchen, um dem neuen Gesetz und damit den Ansprüchen der Tiere Rechnung zu tragen. Diese vom Gesetzgeber ermittelten Mindestgrößen sind keine Schikane, sondern die Antwort auf die längst fällige Erkenntnis, dass diese intelligenten Wildvögel hohe Ansprüche an die Haltung stellen. So, wie nicht jeder ein Flugzeug fliegen oder ein Schirennen gewinnen kann, so sollte auch nicht jeder exotische Tiere halten, wenn er nicht auch über die entsprechenden Möglichkeiten (Zeit, Platz, Geld) verfügt und sich der damit verbundenen Verantwortung für viele Jahre und Jahrzehnte bewusst
ist.
An dieser Stelle möchte ich Sie bitten, unsere „Studie
zur Vergesellschaftung von Papageien“ tatkräftig zu unterstützen.
Seit nunmehr zehn Jahren führt die Arge Papageienschutz Vergesellschaftungen von Papageien erfolgreich durch. Hunderte dieser sozialen Vögel werden seither wesentlich artgerechter gehalten.
Unsere stetige Aufklärungsarbeit hat auch dazu beigetragen, dass das neue, bundeseinheitliche Tierschutzgesetz die Einzelhaltung von Papageien verbietet. Dies wird nun noch mehr Papageienbesitzer dazu veranlassen, ihren gefiederten Freund mit einem – oder gar mehreren – Vogelpartnern zusammenzuführen.
Daher ist es jetzt besonders wichtig, sowohl Ihre als auch unsere gewonnenen Erkenntnisse niederzuschreiben und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Für diesen Zweck haben wir von der ARGE PAPAGEIENSCHUTZ einen Fragebogen ausgearbeitet,
der sich mit dem Thema Vergesellschaftung beschäftigt und den alle Papageienbesitzer, die von uns einen Partnervogel erhalten haben, in Kürze zugeschickt bekommen. Sollten Sie den Partnervogel von einer anderen Quelle erhalten haben, bitten wir Sie, den Fragebogen bei uns anzufordern, wir senden ihn gerne zu.
Mit der Unterstützung unserer wissenschaftlichen Arbeit
helfen Sie, in Zukunft Fehler bei Vergesellschaftungen zu vermeiden und die Erfolgsquote zu erhöhen, damit noch mehr Papageien ihren Partner für’s Leben finden.
Als Dankeschön für Ihre Mithilfe senden wir den ersten
100 Einsendern des ausgefüllten Fragebogens je eine Gratispackung KAYTEE EXACT RAINBOW Pellets (766g), die freundlicherweise von der Firma ANIMONDA kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Ich danke Ihnen bereits jetzt für Ihre Mithilfe und wünsche Ihnen und Ihren Tieren einen erholsamen Sommer!
Ihre Mag. Nadja Ziegler

zurück zum Newsletter 1/2005