| Millionenfacher
Papageien- Schmuggel in Mexiko
Juni
2005, Mexiko-Stadt – Der Papageien-Schmuggel aus Südamerika
über Mexiko hat dramatische Ausmaße angenommen. Mehr als 500.000
Vögel werden nach einem Bericht der Tageszeitung «El Universal»
jedes Jahr über die mexikanische Grenze in die USA geschmuggelt.
Bei den illegalen Geschäften würden jährlich mehr als 300
Millionen Dollar (rund 246 Millionen Euro) am mexikanischen Fiskus vorbei
geschleust, berichtete das Blatt unter Berufung auf die mexikanische Behörde
für Umweltschutz.
Tierschützer sind schon länger alarmiert. Die unkontrollierte
Fangpraxis habe bereits 19 Papageienarten verschwinden lassen, hieß
es in dem Bericht. Zudem sterben bei den strapaziösen Transporten
jedes Jahr um die sieben Millionen der farbenprächtigen Exoten vor
Erschöpfung.
Die Umweltbehörde fühlt sich machtlos: Die Transportwege und
Methoden seien die gleichen wie die der südamerikanischen Drogen-
und Waffen-Mafia. «Ich kann nicht einen Inspektor mit Stift und
Notizblock losschicken, wenn ich weiß, dass er von bis an die Zähne
bewaffneten Gangstern empfangen wird», sagte der Umweltschutzbeauftragte
Felipe Vázquez. Er forderte die Regierung auf, die Umweltschützer
besser auszurüsten.
(Quelle: dpa)
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