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Liebe Papageienfreunde! Die vergangenen Wochen und Monate waren für uns von einem sehr nervenaufreibenden Thema dominiert – die „Vogelgrippe“ – oder richtiger – die „Aviäre Influenza“ versetzt Mensch und Tier weltweit in Angst und Schrecken. Eine Krankheit, die der Menschheit nicht neu ist, konnte sich plötzlich epidemieartig verbreiten und führte zu rigorosen und gleichermaßen grauenvollen Massentötungen von Nutzgeflügel und Wildvögeln. Die Behörden aller betroffenen Länder und Nachbarländer reagierten mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, so auch Österreich. Für die Papageien, die in Österreich leben, sind diese mit gewissen Einschränkungen im Bereich der Außenhaltung verbunden. Jetzt im Winter trifft uns das nicht so hart, doch dem kommenden Frühjahr sehen wir mit etwas Bangen entgegen. Der Arge Papageienschutz war und ist es immer wichtig, sachlich zu informieren, deshalb haben wir Herrn Prof. Hess und Fr. Dr. Scope von der Veterinärmedizinischen Universität Wien zu einer ausführlichen Stellungnahme zum Thema gebeten. Ein Bericht über Homöopathie und ein weiterer über Hygiene in der Papageienhaltung runden den Gesundheitsschwerpunkt dieser Ausgabe ab. Was die Vergesellschaftung betrifft, so können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Von den kleinen Agaporniden über Graupapageien und Amazonen bis hin zu Aras konnten wieder Dutzende Krummschnäbel den Partner fürs Leben finden. Einige Beispiele finden Sie in dieser Ausgabe. Trotz unserer regen Vermittlungstätigkeit auf Privatplätze steigt die Gesamtzahl der Papageien, die in unseren Heimen gehalten werden, laufend. Immer mehr Menschen scheinen von der Papageienhaltung Abstand zu nehmen und geben Einzelvögel, aber auch Papageienpaare ab. Wir mussten daher die Auffangstation bei Frau Pilz weiter um- und ausbauen. Beim Besuchstag im September konnten sich Interessierte von den Verbesserungen überzeugen. Dennoch sind wir ständig auf der Suche nach guten Dauerplätzen für viele unserer – mittlerweile ca. 130 – Schützlinge und bitten alle, die den Tieren ein neues, tiergerechtes Zuhause bieten können, sich bei uns zu melden. Neben den Tierschutzaktivitäten, die von Beginn bis heute den Schwerpunkt unserer Arbeit bilden, dürfen wir auf den Artenschutz nicht vergessen. Deshalb stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe das ehrgeizige Projekt von Stewart Metz und „Project Bird Watch“ vor, das auch von der Arge Papageienschutz weiter unterstützt werden soll. Um den – meist illegalen – Handel mit Papageien einzudämmen, ist es absolut notwendig, Auffangstationen in den Herkunftsländern zu errichten. Nur so wird eine Beschlagnahme durch die nationalen Behörden möglich und sinnvoll. Liebe Mitglieder, liebe Spenderinnen und Spender, wenn ich mich auch nicht persönlich bei jedem von Ihnen für Ihre wertvolle Unterstützung bedanken kann, so hoffe ich, dass Sie meinen ehrlichen Dank in dieser Form annehmen können und unsere Arbeit auch im kommenden Jahr unterstützen werden. Mit Ihrer Hilfe werden wir auch 2006 die Lebensumstände vieler Papageien in Not verbessern können. Im Namen der Arge Papageienschutz wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventzeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und viel Kraft und Gesundheit für das Neue Jahr!
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