| Freiheit
für
Kakadus

Jojo trainiert für das
Leben in freier Wildbahn
In der Papageien-Auffangstation
auf der Insel
Seram/Indonesien konnten
im März dieses Jahres
die ersten drei Molukken-
Kakadus in die Freiheit
entlassen werden. Die
Arge Papageienschutz
finanziert nun die Errichtung
einer weiteren
Auswilderungs-Voliere mit 1.000,– Euro.
Rückblick: Zur Eindämmung des illegalen
Handels mit indonesischen Papageien
hat die Initiative „Project
Bird Watch“ unter der Leitung des
amerikanischen Arztes Dr. Stewart
Metz ein ehrgeiziges Projekt gestartet:
die Errichtung einer Auffang- und
Auswilderungsstation direkt vor Ort,
nämlich auf der Insel Seram. Das Zentrum „Kembali Bebas“ („Rückkehr in
die Freiheit“) soll die kompromisslose
Beschlagnahme illegal gefangener
Kakadus und anderer
Papageien endlich
möglich machen.
Arge Papageienschutz
finanziert
Voliere
Die Arge Papageienschutz
ist seit Herbst
2004 in das Projekt involviert.
Damals riefen
wir zur Unterstützung
einer Unterschriften-Aktion
gegen den Handel
mit indonesischen Papageien
auf, die seither
von über 6500 Personen
weltweit unterzeichnet
wurde. Wie
bereits damals angekündigt,
sehen wir
die große Notwendigkeit und Dringlichkeit,
beschlagnahmte Vögel vor
Ort unterbringen zu können, nur dann
besteht die Möglichkeit, sie wieder
auszuwildern. Deshalb finanzieren wir
nun die Errichtung einer großen Trainingsvoliere,
in der die Tiere vor der
Freilassung die notwendige Kondition
erlangen sollen.

Warten auf
die Freiheit – Kakadus
im Auswilderungsgehege
Gesundheitschecks
durchgeführt
In unserer letzten Ausgabe der Papageien-
News berichteten wir, wie
schwierig es zunächst war, die erforderlichen
Genehmigungen für die
Ausfuhr von Blutproben zum Gesundheitscheck
zu erhalten. Nun sind bereits
60 Vögel, davon 50 Kakadus, auf
eine Reihe infektiöser Krankheiten,
wie die Schnabel- und Federkrankheit
(PBFD), Polyoma Virus, Herpesviren
(auch Pacheco’s Disease), Chlamydien
und einige andere mittels hoch sensibler
und spezifischer DNA-Tests untersucht
worden. Die Ergebnisse fielen wesentlicher besser aus als erwartet.
Nur einer der Vögel war möglicherweise
Herpes-positiv (in einem
von zwei Tests, die nun wiederholt
werden).
Zurück in die Wildnis
Dieser erfolgreiche Fortgang des Projekts
ermutigte die Betreiber, die ersten
drei Molukkenkakadus in ihrem
natürlichen Verbreitungsgebiet auswildern
zu können. Seit März genießen
die drei Kakadus nun wieder
die Freiheit!

Santoso wird von seinem Pfleger indonesische
Art getragen
Übernehmen auch Sie eine
Patenschaft
Um das Projekt langfristig finanzieren
zu können, bedarf es der Mithilfe vieler
Einzelpersonen und Organisationen.
Für Sie, liebe Papageienfreunde,
besteht ab sofort die Möglichkeit, eine
Patenschaft für einen der „Kembali
Bebas“-Papageien zu übernehmen.
Im Rahmen des Projektes werden nur
Nummernkürzel (z. B. KB7A) anstatt
von Namen vergeben, doch wir möchten
den Tieren auch eine namentliche
Identität verleihen.
KB7a: „Jojo“
Jojo ist die indonesische Bezeichnung
für „der Siegreiche“. Dieser Molukkenkakadu
ist ein beschlagnahmter
Wildvogel, der direkt auf Seram konfisziert
wurde. Nach der Quarantänezeit
wurde er zu den anderen Kakadus
in die große Freiflugvoliere gebracht,
wo er auf die Freiheit vorbereitet
wird.

Basuki benimmt sich
noch sehr babyhaft
KB11a: Basuki
Basuki bedeutet „gedeihen“. Basuki
ist ein Jungvogel, der noch um Futter
bettelt und die typischen Babylaute
von sich gibt. Die Polizei hat ihn an
der Landesgrenze von Schmugglern
konfisziert.
KB8a: Santoso
„Der Friedvolle“ bedeutet dieser indonesische
Name. Hier im Bild wird
Santoso gerade „auf indonesische
Art“ von der Quarantäne ins Freifluggehege
getragen. Es ist verwunderlich,
sagt Stewart Metz, dass diese
Art, einen Kakadu zu tragen, die Vögel
ziemlich ruhig macht. Der Träger
selbst ist ein ehemaliger Vogelfänger,
der vom Projektteam „umgeschult“ werden konnte und sein Geld heute
mit ehrlicher und sinnvoller Arbeit
verdient.
KB11b: Kirana
Der „schöne Lichtstrahl“ Kirana wartet
gemeinsam mit den anderen gesunden
Kakadus auf die Freiheit.
Jojo, Basuki, Santoso und Kirana
sind die ersten Kakadus, die wir
Ihnen vorstellen möchten. Mit einer
Patenschaft ab Euro 6,50 pro Monat
für einen dieser Wildvögel können Sie
direkt am Erfolg des Projekts mitwirken
und diesen Tieren ein Leben in
freier Wildbahn ermöglichen. Nennen
Sie bei Ihrer Spendenüberweisung
das Kennwort „Pate für ...“ und den
Namen des Vogels oder verwenden
Sie unser Online-Formular. Alle Paten
erhalten von uns eine Urkunde zugesandt.Über den laufenden Fortgang
des Projekts werden wir berichten.
Im
Namen der wilden Kakadus Indonesiens
sagen wir DANKE!
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