| Das war
2006

Die Information der breiten Öffentlichkeit über die
Bedürfnisse der Papageien in Menschenobhut ist ein wichtiger
Teilbereich unserer Arbeit. Daher nehmen wir jedes
Jahr viele Gelegenheiten wahr, an Messen und ähnlichen
Veranstaltungen mit Infoständen und Vorträgen teilzunehmen.
Ein gemeinsames Projekt mit dem WWF und dem
Lebensministerium machte es heuer möglich, gezielt über
artenschutzrechtliche Aspekte der Papageienhaltung zu
informieren.

Mai: Papageiencafe in Graz.

Juni: Bereits
zum vierten
Mal war die
Arge bei der
Haustiermesse
in
Wr. Neustadt
vertreten.
Diesmal auch
mit einer
kleinen Ausstellung.

Auch der Grazer Papageientierarzt Dr. Herfried
Forster und die Hartberger Amtstierärztin
Mag. Gurdet folgen interessiert dem Vortragüber Tier- und artenschutzrechtliche Aspekte
der Papageienhaltung.

Anschauliche Darstellung der Mindestmasse für Käfige und Volieren. Die aufgeklebten Originalgrössen liessen viele Besucher der Haustiermesse staunen.

Informative Gespräche beim Büchertisch

Juni: Ein„Wunschbaum
für
Papageien“ weist bei
den
Tierschutztagen
vor
dem Wiener
Rathaus auf
noch
ungelöste
Probleme
in Sachen
Papageienhaltung
hin.

„Was Papageien wirklich brauchen“, erklärt Werner
Nöbauer einer Interessentin.
Unser Venezuela-Amazonenpaar Viktor und
Viktoria in einem Heim der Arge.
Juli: Tag der offenen Tür in der
Tierklinik Strebersdorf, Wien, Mag. Claudia und
Dr. Manfred Hochleithner.

Immer noch im
Handel, aber
zum Glück in Österreich
verboten:
winzige Rundkäfige,
gesehen
bei der Interzoo
in
Nürnberg im
Mai.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer
Arbeit ist nach wie vor die Vergesellschaftung
ehemals einzeln gehaltener
Papageien. Die Erfahrung
zeigt - und überrascht immer wieder
die Besitzer der Papageien - dass
auch jene Papageien sozial geblieben
sind, die seit 20 oder mehr Jahren
einzeln gehalten wurden. Ob Vergesell-schaftungen
funktionieren oder
nicht, liegt in erster Linie an der Prägung
des Tieres und nicht an der Dauer
des Lebens ohne Artgenossen.
Auch das Verhalten der Menschen
während der Vergesellschaftungsphase
nimmt Einfluss auf Erfolg oder
Misserfolg des Verpaarungsversuches.
Wer sich zu sehr einmischt,
schürt die Eifersucht zwischen den
Vögeln und verstärkt den Konflikt,
den ein zahmes Tier hat, dass nun
plötzlich zwischen Mensch und Artgenosse „wählen“ soll. Deshalb haben
Vergesellschaftungen auf neutralem
Boden mit unbekannten Pflegepersonen
die besten Chancen auf Erfolg.
Aus diesem Grund werden viele Zusammenführungen
in den Papageienstationen
der Arge Papageienschutz
durchgeführt.
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