Editorial

Liebe Papageienfreunde!

Seit unserer letzten Ausgabe der Papageien-
News sind einige ereignisreiche Monate vergangen, von
denen wir Ihnen auf den folgenden Seiten berichten
möchten.
Die Rettung zweier Gelbbrustaras aus einer Tiroler
Gärtnerei hält uns seit Juli auf Trab, ungefähr zur gleichen Zeit ereilte uns ein vernichtendes Gerichtsurteil, demnach die Vögel im Papageienheim in Obersulz (Weinviertel) entweder in Zukunft sprichwörtlich den Schnabel halten oder ausziehen müssen. Seit dieser Zeit dürfen die Obersulzer Papageien nur mehr dann in die Freivolieren, wenn der Nachbar gerade auf Urlaub ist, sonst sitzen sie im Papageienhaus am Fenster und verstehen die Welt nicht mehr. Ein unhaltbarer Zustand, der uns zwingt, eine neue Bleibe für unsere Schützlinge zu suchen.
Auch die Papageienhaltung bei Frau Pilz werden wir stark reduzieren müssen, da sie aus gesundheitlichen Gründen mit der Pflege der mittlerweile ca. dreißig Papageien überfordert ist. Vorerst haben wir eine Hilfe angestellt,
die ihr beim Füttern, Putzen und der Versorgung mit
frischen Ästen zur Hand geht.
Nun sind das alles schwere Rückschläge für uns, denn wir haben viel Zeit, Geld und Arbeit in die ständige Erweiterung und Verbesserung der Heime gesteckt. Und
wenn wir alles zusammenzählen, sorgen wir heute für rund 150 Papageien, von denen der Großteil nicht mehr auf Privatplätze vergeben werden kann, da sie zum Teil sehr scheu sind, sich zu Gruppen zusammengeschlossen haben oder Pflegefälle sind. Es gilt also, ein neues Heim für sie unhaltbarer rund alle zu suchen und das tun wir bereits mit vereinten Kräften. Da unsere finanziellen
Mittel für eine größere Station nicht ausreichen, sind wir bereits an die Niederösterreichische Landesregierung
herangetreten, die ja auch alle anderen Tierheime in Niederösterreich unterstützt. Wir hoffen auf substanzielle
Förderung von der öffentlichen Hand.
Damit wir unser Ziel erreichen und die Papageien im nächsten Frühjahr wieder Frischluft und die Sonne genießen können, benötigen wir auch Ihre Unterstützung. Deshalb möchte ich Sie im Namen aller
Papageien, vom Wellensittich bis zum Ara, bitten, für
unser neues Heim zu spenden, eine Patenschaft für einen unserer Pfleglinge zu übernehmen oder unserem Verein als Fördermitglied beizutreten. Noch nie in den elf Jahren unseres Bestehens war Ihre Unterstützung so wichtig wie jetzt.
Bitte denken Sie als Papageienfreund in der Weihnachtszeit an unsere Heimtiere, die viel mitgemacht
haben und denen es heute endlich gut geht. Helfen Sie,
dass es so bleibt oder sogar noch besser wird.
Ich danke Ihnen im Namen des Teams der Arge Papageienschutz und wünsche Ihnen und Ihrer Mensch-
Tier-Familie eine besinnliche Weihnachtszeit und ein
erfolgreiches, gesundes neues Jahr,

Ihre
Mag. Nadja Ziegler

zurück zum Newsletter 2/2006