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Lesen Sie hier die aktuelle Ausgabe der Papageien-Short-News!

Lesen Sie hier einen Auszug der Papageien News Ausgabe 1, 2021.

Papageien-News 2021-1

Lesen Sie hier einen Auszug der Papageien News, erschienen in den Jahren zwischen 2010 und 2020:

Papageien-News 2019

Papageien-News 2018

Papageien-News 2017

Papageien-News 2016

PapageienNews_2011-2

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PapageienNews_2010

Lesen Sie hier einen Auszug der Papageien News aus dem Jahr 2009:

PapageienNews_2009

Unser Blog

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Endlich haben wir es geschafft! Frisch aus Afrika beziehen wir seit kurzem die Früchte der Ölpalme (Elaeis guinensis)! In freier Wildbahn machen diese Früchte ca. 70 % der Ernährung der Graupapageien aus, man könnte fast sagen, sie sind darauf spezialisiert.

Obwohl Graupapageien seit Jahrhunderten in Menschenobhut gehalten werden, hat sich scheinbar niemand die Mühe gemacht, ihnen wirklich artgerechtes Futter zu bieten. Die Arge Papageienschutz ist die erste Institution, die sich dieses Themas angenommen hat.

Vergangenen Sommer hatten wir erstmals die Möglichkeit, das Interesse unserer Graupapageien-Gruppe an der Uni Wien für die exotischen Fettfrüchte zu testen. Gleich mit großem Erfolg: 12 von 13 Papageien haben sie sofort angenommen! Dann dauerte es eine Weile, bis wir einen Südfrüchte-Importeur finden konnten, der die begehrten Ölfrüchte für uns importierte. Das Verschicken weiterer Kostproben an Graupapageien in ganz Österreich bewies, dass die Graupapageien scheinbar instinktiv die heimatliche Köstlichkeit erkannten, denn die meisten waren gleich ganz wild darauf. Kein Wunder: das Fruchtfleisch enthält 60–70 % Fett!

Glücklicherweise neigen Graupapageien im Gegensatz zu Amazonen und einigen anderen Papageienarten nicht zu Verfettung, der ölige Inhalt der Früchte scheint ihnen nichts auszumachen. Ganz im Gegenteil, die Früchte haben einen großen Vorteil: sie enthalten hohe Mengen an Vitamin A und Kalzium! In Gefangenschaft leiden Graupapageien sehr oft an Vitamin A-Mangel und Kalziumunterversorgung. Die so sehr beliebten Nüsseund Sonnenblumenkerne enthalten zwar das von den Grauen gesuchte Fett, nicht aber die wichtigen Inhaltsstoffe. Ölfrüchte könnten also einen naturgemäßen, weit gesünderen Ersatz für die bisher am häufigsten gefütterten Kerne und Nüsse darstellen.

Zusätzlich sind sie nicht – wie Sonnenblumenkerne und vor allem Erdnüsse – mit den gefährlichen Schimmelpilzen belastet, die bei unseren Papageien sehr häufig Pilzerkrankungen der Lungen und Luftsäcke auslösen (die sogenannte „Aspergillose“ ist übrigens die häufigste Todesursache bei Papageien in Gefangenschaft).

Unsere Ölfrüchte stammen aus ökologischem Anbau. Trotzdem sollten sie vor dem Verzehr gewaschen werden; wir verteilen sie dann im Ganzen. Das Fruchtfleisch ist nur eine dünne, faserige Schicht. Es wird abgenagt (dient auch der Beschäftung!), der übrig bleibende Kern wird fallen gelassen.

Die Lagerung der Ölfrüchte sollte kühl und luftig sein (z. B. im Papiersack im Kühlschrank). Zur längeren Haltbarkeit können die Früchte auch eingefroren werden.

Die Palmölfrüchte (Elaeis guinensis), die Sie bei uns bestellen können, kommen ganz frisch aus Kamerun. Sie stammen aus ökologischem Anbau (Certifiziert!) und werden in Österreich von der Arge Papageienschutz per Hand einzeln ausgesucht. Trotz allem sind sie verderblich und neigen dazu, an den Ansatzstellen Schimmel zu bilden.
Behandeln Sie die Früchte daher wie folgt:
  • Frieren Sie größere Mengen ein und tauen Sie nur kleine Mengen auf.
  • Waschen Sie die Früchte mit heißem Wasser, bevor sie den Papageien gereicht werden (dies erhöht auch die Akzeptanz, da die enthaltenen Aromastoffe verstärkt werden).
  • Schneiden Sie im Zweifelsfall die Anwuchsstelle mit einem scharfen Messer ab.
  • Außerhalb des Gefrierfachs lagern Sie die Früchte immer einschichtig, luftig und trocken.
Palmölfrüchte sind sehr gesund und helfen besondern bei Graupapageien, Defizite durch die herkömmliche Ernährung, wie Vitamin A- und Calcium-Mangel auszugleichen. 100 g beihalten u.a. 82 mg Kalzium und 42,420 ug ß-Carotine (liefern Vit. A!). In freier Natur ernähren sich Graupapageien zu 70 % von diesen Früchten!
Empfohlene „Tagesration“:
Graupapageien, Kakadus, Aras: 3-5 Stück / Tag.
Amazonen, Edelpapageien und Rosa Kakadus neigen zu Verfettung, daher nur als Leckerbissen geben (ca. 4 Stk. / Woche).

Um lange Transportzeiten zu vermeiden, verschicken wir nur per Expressdienst (24 Stunden Service). Sollte die Sendung trotzdem in schlechtem Zustand bei Ihnen ankommen, teilen Sie uns dies bitte umgehend mit und kontrollieren Sie auch die Transportdauer (Absendedatum am Paket ersichtlich). Weitere Früchte können Sie jederzeit bei uns nachbestellen (Die Lieferung erfolgt ca. innerhalb von 2 Wochen).

Bestelladresse:
Online Bestellung
Per Email: bestellung@tierischgutesachen.at
Tel.(01) 319 55 09/ Fax: (01) 310 20 73

  1. Experimentieren Sie mit der Größe der angebotenen Nahrung – manchmal ist die Vorliebe für bestimmtes Obst oder Gemüse auch von der Form und Größe des angebotenen Stückes abhängig. Weintrauben und Kirschen etwa sind auch deshalb bei den meisten Papageien sehr beliebt, weil sie „mundgerechte Happen“ darstellen. 
  2. Finden Sie heraus, welche Zubereitungstechniken bevorzugt werden – Karotten z. B. werden oft nur gekocht gegessen, manche Bohnen nur gekeimt, etc.
  3. Achtung beim Kochen: die gekochten Nahrungsmittel sollten trotzdem noch knackig sein, zu weiche Stücke werden oft abgelehnt.
  4. Bieten Sie neues Futter immer dann an, wenn Ihr Papagei am hungrigsten ist – also am Morgen. Vergessen Sie in diesem Fall nicht, abends das Futterschüsserl zu entfernen, denn sonst hat Ihr Papagei schon gefrühstückt, wenn Sie das „gesunde“ Frühstück servieren.
  5. Überlisten Sie Ihren Papagei, indem Sie tun, als wäre das Futter für Sie selbst gedacht – gestohlene Happen vom „Menschenteller“ schmecken oft viel besser als alles andere.
  6. Bieten Sie Futter wenn möglich nicht nur im Schüsserl an, sondern auch aufgespießt auf Ästen, am Gitter festgeklammert, am Volierendach (gilt nur für nicht rasch verderbliche Nahrung, wie z. B. Kolbenhirse).
  7. Lassen Sie sich nicht abschrecken, wenn das neue Nahrungsmittel beim 1. und ev. auch beim 2. und 3. Mal vor allem zerlegt und nicht gegessen wird. Auch dadurch kommt der Vogel auf den Geschmack und beim nächsten Mal frisst er das neue Futter vielleicht in kleinen Stückchen aus dem Futternapf.
  8. Viele Papageien lassen sich durch Gewürze überzeugen: in Amerika hat man hier gute Erfolge mit Chili, Curry und Zimt erzielt, ferner auch mit Oregano, Majoran u. a. – keine Angst, Chili ist nicht zu scharf für Papageien, manche fressen ganze Chilischoten, aber auch Zwiebel und Knoblauch. Auch ein paar Tropfen Oliven- oder Sesamöl können Wunder wirken.
  9. Bieten Sie Obst/Gemüse und Körnermischungen nie gleichzeitig an – Papageien tendieren dazu, bei freier Wahl nur die fetten Samen (z. B. Sonnenblumenkerne) aus der Körnermischung zu fressen und vernachlässigen den Rest.
  10. Fütterungszeiten sind dem „ständig gedeckten Tisch“ vorzuziehen – wer die volle Schüssel immer vor sich hat, verliert den Appetit und geht noch verschwenderischer mit der Nahrung um, als wir es von unserem Feinspitz ohnehin kennen.